Umweltbildung bei den Gartenpiraten
Müllbeseitigung, Recycling und Upcycling waren die großen Themen beim Treffen der Massinger Gartenpiraten am vergangenen Samstag.
Die Betreuer Sandra und Rupert Eder, Katharina und Josef Hagl sowie Kerstin und Jochen Bauer begrüßten 22 Kinder im Grundschulalter im Werkraum der Schule. Gemeinsam wurde zuerst ein Pflanzgefäß in Form eines Piratenschiffs aus Tetra Paks gebastelt. Hierzu mussten die Kartons zugeschnitten und von dem äußeren Aufdruck befreit werden. Danach durfte jedes Kind sein Schiff bunt bemalen und mit Piratenflaggen verzieren. Die fertigen Schiffe wurden schließlich noch befüllt, so dass die Kinder vom Deck der bunten Schiffe bald Kresse ernten können. Anschließend schilderte Jugendleiter Rupert Eder anhand verschiedener Bilder eindrucksvoll welche Auswirkungen wild entsorgter Müll für die Natur und Tierwelt haben kann. Diese Informationen spornten alle Beteiligten an beim folgenden „Ramadama“ kräftig anzupacken. In sechs Gruppen aufgeteilt machten sich die Gartenpiraten mit den Betreuern auf, um Massing von so viel Müll wie möglich zu befreien. Zum Schluss versammelten sich alle nochmal an der Schule und durften sich eine kleine Belohnung abholen.
Gleichzeitig trafen sich 24 Gartenpiraten im Kindergartenalter am Vereinsheim am Traberring mit den Betreuerinnen Christine Ramelsberger, Kristin Strobl, Tanja Dirnberger und Kathrin Ott. Mit dem Begrüßungslied wurden besonders die vier neuen Gartenpiraten herzlich in der Gruppe willkommen geheißen. Danach wurden die Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt, eine Hälfte durfte zuerst einen zum Blumentopf umgenutzten Tetra Pak mit Kartoffeldruck in Frühlings- und Ostermotiven bestempeln. Außerdem gab es kleine Pflanz-Stecker die nach Lust und Laune kreativ bemalt werden durften. Die andere Hälfte der Kinder überlegte gemeinsam mit Betreuerin Kathrin was denn mit dem Inhalt unserer Mülltonne eigentlich passiert und warum überhaupt verschiedene Tonnen daheim stehen. Anhand einer ganzen Kiste „Müll“ wurde geübt, was wohl in die gelbe Tonne darf oder was in die blaue Tonne oder den Restmüll gehört. Danach wurden die Gruppen getauscht und es gab eine kleine Stärkung. Die fertigen Blumentöpfe wurden noch mit Narzissen bepflanzt und mit Bändern dekoriert. Abschließend blieb noch Zeit für einen Fingervers und ein paar lustige Spiele.
Nebenbei erhielten alle Teilnehmer ihr „Starter-Set“ für den dieses Jahr von den Gartenpiraten ausgerufenen Wettbewerb „Wer hat die schwerste Kartoffelernte?“. Nächste Termine des Gartenbauvereins sind der Kochkurs am 5. Mai und der Vereinsausflug ins Chiemgau am 25. Mai. Die Gartenpiraten beider Altersgruppen treffen sich wieder am 10. Mai.

Bild _kleine: Upcycling eines Tetra Paks zum Blumentopf. In der hinteren Reihe die Betreuerinnen (von links) Kristin Strobl, Christine Ramelsberger, Tanja Dirnberger und Kathrin Ott.
Jugendleiter und Interessierte treffen sich zur Fortbildung in Massing
Auf Einladung des Bezirksverbandes für Gartenkultur und Landespflege Niederbayern trafen sich am 30. Mai 2026 Jugendleiterinnen und Jugendleiter sowie weitere Interessierte aus den niederbayerischen Kreisverbänden zu einer Fortbildungsveranstaltung im Freilichtmuseum Massing im Landkreis Rottal-Inn.
Nach der Begrüßung bei Kaffee und Brezen erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen einer fachkundigen Führung interessante Einblicke in die historischen Formen des Gartenbaus und der Landwirtschaft. Dabei wurden die enge Verbindung von Gartenkultur, Selbstversorgung und bäuerlicher Lebensweise sowie deren Bedeutung für die heutige Bildungsarbeit anschaulich vermittelt. Ein besonderer Programmpunkt war der praktische Workshop zum traditionellen Buttern, bei dem die Teilnehmenden historische Arbeitsweisen selbst ausprobieren konnten.
Am Nachmittag, nach einem gemeinsamen Mittagessen, stand das Bezirksjugendvertretertreffen auf dem Programm. Dabei wurde zunächst über den aktuellen Stand der Jugendgruppen in den niederbayerischen Gartenbauvereinen berichtet. Ein weiterer Schwerpunkt waren die Fördermöglichkeiten des Bezirksverbandes für die Jugendarbeit. Zudem informierten die Verantwortlichen über aktuelle Entwicklungen bei der Jugend der Bayerischen Gartenbauvereine (JBG).
Im Mittelpunkt des Treffens stand der Erfahrungsaustausch der Jugendleiterinnen und Jugendleiter. Dabei wurden erfolgreiche Projekte vorgestellt, Herausforderungen diskutiert und neue Ideen für die zukünftige Jugendarbeit gesammelt. Auch erste Überlegungen und Vorschläge für die Jugendleiterfortbildung im Jahr 2027 wurden eingebracht.
Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden eine gelungene Mischung aus fachlicher Weiterbildung, praktischen Erfahrungen und intensivem Austausch. Der Bezirksverband für Gartenkultur und Landespflege Niederbayern dankt allen Beteiligten für ihr Engagement und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit zur Förderung der Kinder- und Jugendarbeit in den Gartenbauvereinen. Alle 33 verfügbaren Plätze waren ausgebucht.
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Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Rottal-Inn e.V.