Marterltour IV mit Josef Schreiner und Georg Traunthaler

Der Einladung des Gartenbauvereins Massing zur Fortsetzung der „Marterltour“ folgten 15 Interessierte und fuhren mit Fahrrädern und teils mit dem Auto etwa 10 km durch einen Teil der Pfarrei Massing. Herr Georg Traunthaler und Herr Josef Schreiner – die Begleiter – erklärten anschaulich die Besonderheiten und Hintergründe der einzelnen Feldkreuze.
Start war beim Kreuz an der Hauswand des „Rupertuskeller“. Leo Steber erhielt dieses von Heinz Kiesewetter, der es auf seinem Dachboden fand. Beim Kirchenwirt solle auch ein Kreuz stehen meinte Herr Steber, ließ es renovieren, aufstellen und pflegt es auch. Das nächste Kreuz befindet sich am Betriebsgelände der Firma Laxhuber an der Öttinger Straße. Es wurde mit dem Kauf des alten Pfarrhofes übernommen und wieder aufgestellt. Die Pflege übernimmt Frau Thea Laxhuber. Weiter führte der Weg nach Anzenberg zum Kreuz der Familie Kirchstetter. Dieses stand ursprünglich am Grundstück von Josef und Berti für Ihren Hausbau und wurde deshalb an den jetzigen Platz versetzt. Davor steht eine Bank zum Innehalten. Der Stiftungsgrund beruht auf der Dankbarkeit, dass Michael Kirchstetter im 1. Weltkrieg mit einem Magendurchschuss vom Krieg zurückkam.  Betreut wird die Anlage von Josef Kirchstetter. Drei Kreuze stehen als Andachtsstätte in Anzenberg auf einer Anhöhe, dem „Kalvarienberg“. Die Entstehung der Anlage geht auf den 30jährigen Krieg und der damaligen Pestzeit zurück. Die Massinger Bevölkerung war durch den Krieg und die Seuche dermaßen dezimiert, dass viele Anwesen und Höfe leer standen. So wird der Kalvarienberg heute als Verlöbnis für einen Neubeginn in der damaligen Zeit betrachtet. Das Kreuz war ein Teil des Flurumganges in Massing und alljährlich gestaltet der Trachtenverein dort eine Andacht. Es gehört zum Oberbauernhof, dessen Besitzer Josef Hirl die Anlage pflegt. Nächstes Ziel war ein Gedenkkreuz zwischen Passelsberg und Oberroßbach. Dieses wurde vermutlich von der Familie des bei einer Fußwallfahrt nach Altötting 1961 verstorbenen Wolfgang Becher aus Unterzeil errichtet. Beim Anwesen von Josef Aderer, dem „Mittermoa Sepp“, in Oberroßbach befindet sich ein Holzkreuz am sogenannten Kreuzacker. Es stand 1900 bereits, als die Familie Aderer den Hof kaufte. 1998 wurde es restauriert. Laut mündlicher Überlieferung ging bei der Ernte ein Pferdegespann durch, dabei wurde eine Person tödlich verletzt. Derzeit kümmert sich der Hofeigentümer um das Kreuz. Er trug den Besuchern ein besinnliches Gedicht vom Wanderer und vom Herrgott vor. Etwas weiter, ebenfalls in Oberroßbach, befindet sich ein Wegkreuz im Besitz der Famiie Aigner. Es stand bereits bei den Vorbesitzern und wird von der Familie Aigner betreut. Das Kreuz am Anwesen Dechantsreiter auf dem Kiesweg von Massing Hochholding wurde 2024 aufgrund des Abbruchs des Anwesens von Hans Beisl jun. restauriert und versetzt zum Bankerl von Hans sen., welche das Kreuz beide pflegen. Unter einer mächtigen Linde steht ein Stück weiter das „Brummerkreuz“. Es lädt aufgrund der idyllischen Lage und eines Bankerls zum Verweilen ein. Erhalten wird es von der Familie Brummer. Beim Feuerwehrhaus an der Siemensstraße steht ein Betonkreuz, welches von der Feuerwehr Massing erstellt wurde. Johannes Ott hat es bei der Firma Laumer anlässlich des Kreisfeuerwehrtages 2012 gefertigt, an dem auch die Weihe erfolgte. Die Anlage um das Kreuz wurde von der Firma Weber angelegt. Im Hofraum von Anwesen Aigner (Oberauer) in Massing befindet sich ein stets mit Blumen geschmücktes Holzkreuz. Josef Aigner hat es aus christlicher Überzeugung errichtet und pflegt es mit seiner Frau. Am nördlichen Rand der „Pumperhölzlsiedlung“ mit Blick nach Schernegg befindet sich das letzte Kreuz der Runde, das „Fischkreuz“ mit einer Bank.  Beim Kauf des Grundstückes der Gemeinde von der Familie Fisch bestand der damalige Bürgermeister Nömeier darauf, dass das darauf stehende Kreuz ebenfalls in den Besitz der Gemeinde übergeht. Die aktuelle Pflege liegt bei Erich Geier und Jutta Fuchs.
Alle Beteiligten waren sich einig, einen schönen Nachmittag in der Natur – ohne Regenschauer - verbracht und wieder einen interessanten Einblick in die Geschichte der Massinger Feldkreuze gewonnen zu haben. Die 1. Vorsitzende Resi Ott bedankte sich bei Herrn Georg Traunthaler und Herrn Josef Schreiner recht herzlich für die Begleitung.

Foto: Alle Beteiligten mit Herrn Georg Traunthaler (2. von rechts) 1. Vorsitzenden Resi Ott (7. von rechts), sowie Herr Josef Schreiner (9. von rechts).

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Kräuterfreude am Barfußweg - Unterdietfurt

Ende April versammelten sich die „Kraut- und Rübenkinder“ des Obst- und Gartenbauvereins Unterdietfurt in zwei Gruppen am Barfußpfad, um gemeinsam - passend zum Jahresthema der Kindergruppe - Tontöpfe mit einer bunten Fülle an Kräutern zu bepflanzen.

Die rund 40 teilnehmenden kleinen Gärtnerinnen und Gärtner freuten sich über die Möglichkeit, die Vielfalt von Kräutern wie Minze, Thymian, Oregano, Basilikum, Schnittlauch, Petersilie und Schnittknoblauch zu entdecken. Die Tontöpfe wurden dabei nicht nur mit Erde gefüllt und bepflanzt, sondern auch liebevoll mit bunten Farben verziert. Zusätzlich beschrifteten die Kinder kleine Holzstöckchen, die mit bunter Wolle verziert wurden, um die Kräuter zu kennzeichnen.

So wurde nicht nur spielerisch der Umgang mit Pflanzen vermittelt, sondern es entstand auch ein kreatives Kunstprojekt. Die Kinder sind nun angehalten die Kräuter zu hegen und zu pflegen, damit ein fülliger Kräutertopf entsteht, an dem man sich zum Naschen und Kochen nach Herzenslust bedienen kann.

Der Obst- und Gartenbauverein bedankt sich bei allen Helfern und bei den zahlreichen Vereinsmitgliedern, die für diese Aktion Kräuter gespendet haben. Wir freuen uns auf unsere nächste Aktion am 9. Mai, die Pflanzentauschbörse mit Muttertagsbasteln.

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Kinder besichtigen die Süße Manufaktur - Mitterskirchen

In 2 Gruppen besuchte der Gartenbauverein Mitterskirchen mit den Kindergruppen, aber auch mit vielen Erwachsenen die Süße Manufaktur in Pfarrkirchen.

Herr Friederich, der Inhaber der Manufaktur erklärte den Besuchern und vor allem den Kindern, woraus Schokolade gemacht wird und wo eigentlich die Kakaobohne herkommt und wie sie aussieht. Gestaunt wurde, über die riesige Frucht des Kakao-Bohnen-Baums, in der die Bohnen enthalten sind.

Natürlich durften wir alle erst mal die verschiedenen Kuvertüren kosten, aus der die Schokoladen gefertigt werden. Danach zeigte Herr Friederich, wie die Schokoladentafeln gegossen werden und auch wie Schoko-Maikäfer gemacht werden. Aber nicht nur Schokolade gibt es. Viele Kunstwerke entstehen in der Manufaktur. So auch viele Torten und Zuckerverzierungen. Im Handumdrehen zauberte Herr Friederich eine wunderschöne Zucker-Rose. Auch selbstgemachtes Eis gibt es.

Nach einer Stunde mit vielen Interssanten Erklärungen durften alle im Manufaktureigenem Cafe noch Kaffee, Kuchen und Eis genießen. Viele Schleckermäuler kamen voll auf Ihre Kosten. Natürlich wurde auch noch einiges an Schokolade erworben und mit nach Hause genommen. Vielen von uns war gar nicht bewusst, dass wir in direkter Nähe eine echt bayerische Schokoladenmanufaktur haben.

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